Generationswechsel bei der FDP: Christian Erhardt-Maciejewski geht bei der Kommunalwahl ins Rennen
Die FDP Hohen Neuendorf ist nach eigenen Angaben - gemessen am Alter der Mitglieder - die jüngste Partei in der Stadt. "Bei uns sind zahlreiche sehr junge Leute im Alter zwischen 20 und 35 Jahren aktiv", beschreibt der Stadtverbandsvorsitzende Klaus Schuster die Situation. Im künftigen Stadtparlament wollen die Liberalen dem Rechnung tragen und haben den 32 jährigen Christian Erhardt-Maciejewski als Spitzenkandidat für die Kommunalwahlen im September aufgestellt. "Der Journalist ist ein Glücksfall für unsere Stadt,", freut sich Klaus Schuster über die einstimmige Wahl. Er packe an, statt lange zu diskutieren und traue sich, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und dann entsprechend zu handeln.
Der Liberale Spitzenkandidat ist verheiratet und wohnt seit knapp drei Jahren im Ortsteil Borgsdorf. "Ich will weg von dem starren Parteidenken, hier geht es um unsere Stadt, da spielt die Partei eine untergeordnete Rolle", gibt der 32 jährige die Marschroute vor. Mehrheiten müsse man sich mit guten Argumenten organisieren. Als Themen nennt er u. a. die Situation an Schulen, die Einbrüche in Häuser und Probleme mit Graffitys und Hundekot. Er ist seit gut zwei Jahren Mitglied der FDP. "Ich habe gesehen, die bewegen etwas, reden nicht nur rum", erklärt er den Grund für seinen Eintritt. Da werden z. B. Investoren gesucht und dann wird das Jugendzentrum in Hohen Neuendorf neu gestrichen, statt ewig über entsprechende Gelder im Haushalt zu diskutieren, nennt er ein Beispiel. Und genau deshalb funktioniere in der FDP der Generationswechsel auch besonders gut: "Wir sind das beste Beispiel dafür, dass man mit guten Inhalten auch junge Leute für Politik begeistern kann", so Erhardt-Maciejewski. Politikverdrossenheit entstehe nur dann, wenn Politik für die Leute nicht mehr nachvollziehbar sei. Inhaltlich will Erhardt-Maciejewski vor allem Familien in Hohen Neuendorf in den Mittelpunkt seiner Arbeit rücken. "Gerade junge Eltern sorgen doch dafür, dass unsere Stadt auch in 30 Jahren noch agil und zukunftsfähig ist", so der Borgsdorfer. "Wir müssen uns bei jeder Entscheidung fragen: Welche Auswirkungen hat das für die junge Mutter, den Vater und vor allem die Kinder", so der 32 jährige. |