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Ex-Funktionär der Republikaner will in Hohen Neuendorf Fuß fassen PDF Drucken E-Mail
Leserbriefe - Politik
Donnerstag, den 20. März 2008 um 11:56 Uhr

Der ehemalige Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Horst Tschaut, hat angekündigt zusammen mit dem Ex-Republikaner-Funktionär Thomas Kay bei der Kommunalwahl in Hohen Neuendorf antreten zu wollen. Dabei bagatellisiert Tschaut die rechte Vergangenheit Kay’s als "Jugendsünde".

Thomas Kay, der in Hohen Neuendorf bislang mit einer Spielplatzinitiative in Erscheinung getreten ist, versucht auch selber, seine Vergangenheit bei den Republikanern als abgeschlossenes Kapitel darzustellen. So geht er gegen Personen, die ihn als rechtsradikal bezeichnen, mit Unterlassungserklärungen vor. Jeder Mensch hat nach meiner Überzeugung eine zweite Chance verdient und ich gestehe jedem Mensch zu, sich und seine Einstellung zu überdenken und zu ändern. Bei Thomas Kay sind allerdings Zweifel angebracht: zwar versucht er fortwährend sich öffentlich von rechten Kreisen zu distanzieren, auf seiner Homepage (www.thomas-kay.de) lässt er aber aktuelle Gästebucheinträge von bekannten Persönlichkeiten der rechten Szene, z.B. Marius Frosch, der u.a. als Kandidat der NPD Bekanntheit erlangte, oder Christian Perbandt, der vor nicht allzu langer Zeit noch NPD-Chef in Niedersachsen war, gerne zu.

Stellt sich noch die Frage, was Herr Kay eigentlich bisher in Hohen Neuendorf getan hat. Er hat eine Spielplatzinitiative gegründet. Er hat Glasscherben medienwirksam an den Ordnungsamtsleiter übergeben und Unterschriften gesammelt. An der Diskussion über die Spielplatzkonzeption im letzten Jahr hat sich Herr Kay jedoch nicht beteiligt. Wäre das Durcharbeiten des 86 Seiten starken Werkes zu viel Arbeit gewesen? Medienwirksame Aktionen und kaum inhaltliche Substanz. Das kannte man schon von der Familienpartei, von der keiner so richtig wusste, wofür sie eigentlich steht, der Name hingegen klang gut. Genau so nebulös erscheint die geplante "Familien-Union" von Tschaut und Kay.

Christian Goetjes

 

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